Angeln kann nicht immer und überall funtionieren. Neben dem Köder sind auch Ort und Jahreszeit von Bedeutung. Im folgenden werden besonderheiten vom Angeln an Landzungen beschrieben. Das stark erwärmte Flachwasser mit häufig mulmigem Boden bietet dann zu wenig Sauerstoff. Die „Luft“ wird stickig und der Fisch muss „raus“. Das, was es im Frühjahr zu meiden galt, wird von den Räubern jetzt gezielt gesucht: Bewegtes, zirkulierendes Wasser und damit ein „erträglicher Standort“ mit strategisch günstigem Umfeld. Landzungen ragen in den Gewässerkörper hinein und „brechen“ damit die im Wasser existierenden Strömungen und Zirkulationen. Dort liegen also immer verschiedene Temperaturzonen dicht beieinander und es gibt deshalb ein deutlich breiteres Spektrum an Wohlfühlbereichen für Räuber UND ihre Beutefische. Immer hoch interessant für kapitale Räuber sind Bereiche, die neben einem guten „Wohlfühlbereich“ auch ein ordentliches Futterangebot bieten. Gerade im Sommer lieben die Futterfische nämlich häufig das wärmere Wasser, wogegen die Räuber etwas dunklere bzw. kühlere Zonen vorziehen. Landzungen sind deshalb ausgesprochen gute Plätze, denn hier gibt es neben häufig ausgedehnten warmen Plateaus unter Wasser (die Landzunge über Wasser verläuft meist unter Wasser flach weiter!) auch meist tiefere Gewässerbereiche in der Nähe. Das lieben große Räuber im Sommer, wenn Sie am Tage dem grellen Sonnenlicht in tiefes Wasser ausweichen können und zur Jagd am Morgen oder Abend auf die Plateaus bzw. deren Kanten einen schnellen Imbiss zu sich nehmen können.
Angeln an Landzungen
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