Als Hobbyangler freut man sich, wenn man Zuhause stolz seinen Fang präsentieren kann. Jedoch stehen viele Angler nach dem Sportspaß vor dem Problem der richtigen Zubereitung. Welse und Karpfen, die zu den Arten der Süßwasserfische zählen und hauptsächlich in Flüssen gefangen werden, haben häufig den Nachteil schlammig und muffig zu schmecken. Werden die lebenden Tiere für mehrere Tage in klarem Wasser, beispielsweise in der Badewanne, gewässert verlieren sie ihren unangenehmen Beigeschmack. In zahlreichen Bundesländern fällt der Heimtransport lebender Fische jedoch unter Tierquälerei und ist daher verboten. Bei Wels kann der tranige, penetrante Geschmack vermieden werden, indem nach dem Ausnehmen, Haut und Fettschicht vom Filet entfernt werden. Auch die Innereien sollten unbedingt entsorgt werden. Wels kann auf viele Arten zubereitet werden. Sein Fleisch ist weiß, fest, aromatisch und nahezu grätenfrei, daher eignet er sich auch gut zum Braten oder zur Zubereitung auf dem Grill. Ein beliebtes Wels- bzw. Waller-Rezept ist die Zubereitung im Wurzelsud, also in einem Aufguss aus Lauch, Sellerie, Möhren, Wacholderbeeren und Weißwein. In den USA ist es typisch den Waller bzw. Catfish paniert zu frittieren und mit einer Art von Remoulade zu servieren.
Der hierzulande sowie in Oberösterreich traditionell an Weihnachten und Silvester servierte Karpfen blau ist ein Gericht, das seinen Namen der prägnanten Farbgebung der Schleimschicht der Fischhaut verdankt. Durch einen bestimmten Zubereitungsprozess, das sogenannte Blaukochen, bei dem Süßwasserfische im Ganzen in Salzwasser und mit der Zugabe von Essig gekocht werden, entsteht die charakteristische Färbung. Ob der Fisch gar ist, erkennt man daran, dass sich die Rückenflosse leicht rausziehen lässt. Es gibt nahezu unbegrenzt viele Arten, auf die der selbstgefangene Fisch zubereitet und auf dem
schicken Tisch serviert werden kann. Selbstgemacht schmeckt immer gut und selbstgefischt sowieso.