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Angeln in Buchten

Monday, April 6th, 2009

Angeln kann nicht immer und überall funtionieren. Neben dem Köder sind auch Ort und Jahreszeit von Bedeutung. Im folgenden werden besonderheiten vom Angeln in Buchten beschrieben. Buchten ziehen nicht nur Fische, sondern auch so manchen Angler in ihren Bann. Ich betrachte sie (natürlich übertrieben) immer wie ein gut isoliertes Wohnhaus. Sie sind besser vor äußeren Wettereinflüssen, starken Strömungen und Wasserzirkulationen geschützt. Deshalb neigen sie eher zur Verlandung als andere Bereiche eines Gewässers, denn Schwebstoffe lagern sich dort leichter am Gewässerboden ab. Buchten sind deshalb oft auch flacher und wärmen sich durch Sonnenstrahlen im Frühjahr deutlich leichter auf. Meist ist auch die Vegetation unter Wasser besser ausgebildet bzw. auch teilweise anders. Durch höhere Temperaturen durch die Frühjahrssonne kommt der Biomotor natürlich auch eher in Gang, sowohl Futtertierchen und Kleinfische als auch die Räuber folgen in diese für längere Zeit gemütliche Wohnung. Häufig werden hier auch neue Familien gegründet, die meisten Fische nutzen solche Orte oft auch gern, um abzulaichen. Erst laichen meist die Räuber, dann die Futterfischchen und es gibt für etliche Wochen für alle Fische einen reich gedeckten Tisch.. Buchten scheinen alles zu bieten, was sich ein Räuber für ein erfülltes Leben bietet. Offene Buchten sind im Frühjahr sogar richtige Warmwasserstationen, wenn an einem sonnigen Tag das erwärmte Oberflächenwasser in einer solchen Bucht regelrecht gesammelt wird. Insbesondere Hecht- und Meerforellenangler wissen diesen Umstand sehr zu schätzen.